Matthias Müller
Didgeri-geri-do-do-doo…
von Regula Wenger
Nach Ausland-Konzerten spielt der Didgeridoo-Musiker wieder in Basel.
Didgeridoo? Ist das nicht das etwas eintönige, weil halt Ein-Ton-Instrument? Wer immer noch glaubt, dass diese Musik bei lang anhaltendem tiefem Getöne aufhört, den belehrt Matthias Müller eines Besseren.
Der junge Basler sitzt in seinem Studio, in einem Hinterhof an der Neubadstrasse. Um ihn herum: Ein wahrer Wald von Didgeridoos. Einige Musikinstrumente braucht er zwar nicht mehr, aber er kann sich nicht von ihnen trennen. Andere sind zum Verkauf oder für seine Konzerte gedacht: «Ich brauche zwischen fünf und sieben Didgeridoos pro Anlass.» Auf dem Schoss hält er zärtlich sein Liebstes, ein spezielles Didgeridoo, das ihn meistens begleitet: «Es hat schon fast antiken Wert und mich schon zwei Mal nach Australien, ins Ursprungsland der Didgeridoos, begleitet», erzählt der Berufsmusiker.
Nein, ihn muss man nicht dazu auffordern, schon hat er das Didgeridoo zum Mund geführt und holt aus dem Eukalyptus-Holz eine Fülle von Klängen und Rhythmen heraus. «Man muss nur hineinhören, was alles möglich ist. Aus einem Klang kann man tausend Variationen entwickeln», sagt der Komponist. Der Didgeridoo-Lehrer lacht schon voller Vorfreude, wenn er an das kommende Konzert in der Elisabethenkirche denkt.
Obwohl er sowieso schon seit Jahren einen Schlüssel für die Kirche besitzt, denn er darf dort proben: «Eine Ehre für mich! Sonst dürfen das nur Organisten.»