Matthias Müller orientiert sich musikalisch nicht einfach an australischen Vorbildern oder einer imaginierten Welt australischer Ureinwohner. Vielmehr lässt er sich überall von den ihn umgebenden Klängen und Geräuschen inspirieren und gibt bei der musikalischen Umsetzung gleichzeitig Gemüts- und Körperzuständen Ausdruck. Auch die Titel der einzelnen Stücke auf der zweiten CD "Passion" weisen darauf hin: Impressionen aus Matthias Müllers Hauptlebensraum Stadt (z.B. "Earthly Power", "Energy", "Freestyle") stehen solchen aus den Bergen gegenüber, wohin es ihn oft zieht (z.B. "View from the Mountains", "Sunrise").
Besonders interessiert sich der Musiker zudem für Klänge, welche in ganz unterschiedlichen Kulturen mit ähnlichen Instrumenten hervorgebracht werden. Eine solche Verwandschaft besteht etwa zwischen dem Didgeridoo und dem Alphorn, mit dem sich Matthias Müller ebenfalls intensiv beschäftigt. Das Didgeridoo-Stück dieses Namens zeugt davon. Matthias Müller spielt das einheimische Blasinstrument inzwischen aber auch an seinen Konzerten und gewinnt ihm mit seiner Didgeridoo-Spieltechnik ungewohnte und berührende Weisen ab.
Neben seiner Soloarbeit arbeitet Matthias Müller gelegentlich auch zusammen mit anderen Musikerinnen und Musikern sowie Kunstschaffenden aus anderen Bereichen z.B. Tanz. Auf das weitere Schaffen des kreativen Musikers darf man gespannt sein.